Oktober bis Dezember - AGG2018

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Oktober bis Dezember

Ankündigungen
19.Oktober 2019

Die „allgemeine Weltliteratur“
und ihr Medium: Goethe und die literarische Übersetzung

Vortrag von Peter Goßens anläßlich des 225. Geburtstages Wilhelm Müllers in Zusammenarbeit mit der Anhal­tischen Landesbücherei

„Welt Literatur / Austausch / erst durch Übersezung / dann durch Sprachen / Mittheilungsweise leichter“ schrieb Goethe in einem Schema in „Ueber Kunst und Alterthum“. Kein anderes Medium hat die Entwicklung und die Vorstellung von Weltliteratur an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert stärker beeinflusst als die literarische Übersetzung. Für Goethe sind es die Übersetzer, die einen entscheidenden Anteil daran haben, „daß eine allgemeine Weltliteratur sich bildet“. Er selbst ist nicht nur als Übersetzer, sondern vor allem auch als Leser und Rezensent von Über­setzungen aufgetreten und hat damit maßgeblich zur Entstehung eines ‚Projektes einer Weltliteratur in deut­scher Sprache‘ beigetragen, das unsere Vorstellung von Weltliteratur bis heute prägt. Der Vortrag beleuchtet die Rolle des Übersetzens und der Übersetzer im Zusam­menhang mit Goethes Weltliteraturkonzept. Dr. Peter Goßens ist Professor für Allgemeine und Ver­gleichende Literaturwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum.

Ort: Wissenschaftliche Bibliothek, Palais Dietrich,
06844 Dessau-Roßlau,Zerbster Str. 35                 Beginn: 15 Uhr
02. November 2019

Goethe: heiter bis kurios
Die Mitglieder des Vorstandes der Anhaltischen Goethe-Gesellschaft stellt an diesem Nachmittag die humorvolle Dimension des Dichterfürsten vor

Goethe gilt Vielen als der größte deutsche Dichter. Sein Werk ist dem Humanismus und der Aufklärung ver­pflichtet. Er gilt als moralische Instanz, der uns auch heute noch Ernsthaftes und Lehrreiches zu sagen hat. Dass der Weimarer Universalgelehrte jedoch auch eine heitere Seite hatte, ist weniger bekannt. Der Humor ist, „selbst ohne poetisch zu sein, ...eine Art von Poesie und erhebt uns seiner Natur nach über den Gegen­stand“, schrieb Goethe am 31.Januar 1798 an seinen Dichter­freund Friedrich Schiller. Darüber hinaus gibt es über ihn viele unerwartete und kuriose Reflexionen, die Thema dieses Nachmittags sein sollen. Der Vorstand hat dazu Gedichte, Anekdoten sowie Wissenswertes und Kuriositäten zusammen­gestellt und wird diese zu Gehör bringen.

Ort: Ringhotel „Zum Stein“ Wörlitz,  Erdmannsdorffstrasse 228,
06785 Oranienbaum-Wörlitz, Ortsteil Wörlitz     Beginn: 15 Uhr
7.Dezember 2019

Goethes „Der neue Paris“
Papiertheater mit Liedern zur Hakenharfe

Bühne, Lesung, Gesang zur Hakenharfe: Ulrike Richter
Im Salon der Goethezeit vergnügte man sich gerne mit eigener musischer Darbietung: Papiertheater, Vorlesen und Musizieren. In „Dichtung und Wahrheit“ beschreibt Goethe die poesievolle Welt seiner Jugend. Auch das viel­schichtige und scheinbar leichtfüßige Märchen vom „Neuen Paris" ist in die Jugend­erinnerungen ein­ge­wo­ben. Der junge Paris erhält vom Göt­terboten drei Äpfel, die sich sogleich in schöne Damen verwandeln, welche ihn später in einem zauberischen Gar­ten empfangen. Ulrike Richter aus Leipzig liest das Mär­chen und zeigt Szenerien im Papiertheater mit Wer­ken von Goethes Leipziger Zeichenlehrer Adam Friedrich Oeser und Sche­ren­schnitten Luise Duttenhofers. Goethe-Lieder zur Hakenharfe nach Vertonungen von Corona Schröter,  Johann Friedrich Reichardt, Carl Friedrich Zel­ter u.a. ver­voll­kommnen die Faszination eines unge­wöhnlichen Salonerlebnisses.

Ort: Wissenschaftliche Bibliothek, Palais Dietrich,
06844 Dessau-Roßlau,Zerbster Str. 35                 Beginn: 15 Uhr
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