Vierter bis siebenter Aufenthalt - Anhaltische Goethe-Gesellschaft

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Vierter bis siebenter Aufenthalt

Goethe & Anhalt
Vierter Aufenthalt vom 23. -30 September 1781
Diesmal kommt Goethe in Begleitung des elfjährigen Fritz von Stein nach Dessau, dem er das Philanthropinum vorstellen will. Der dritte Besuch Goethes in der „Schule der Menschenfreunde" veranschaulicht ihm die modernen Prinzipien des Unterrichts. Er kann sich von besonderer Anschaulichkeit und Praxisnähe dieser Eliteschule überzeugen. Die beiden Gäste aus Weimar nehmen aus Anlass des Geburtstages am Fest auf dem Drehberg teil.

Fünfter Aufenthalt vom 22.-24. Dezember 1782
Diesmal besucht Goethe wieder in Begleitung seines Herzogs Carl August den Dessauer Hof. Politische Absprachen zum „Bund der mindermächtigen Fürsten" zwischen den Landesvätern bilden den Hintergrund für den Aufenthalt. In der Dessauer Gelehrtenbuchhandlung will Goethe wegen der guten Bedingungen für die Autoren seine erste Gesamtausgabe verlegen. Leider wird daraus nichts.

Sechter Aufenthalt vom 27.Juli-2. August 1794
16 Jahre sind vergangen, seit seinem letzten Besuch in Anhalt-Dessau. Auf Einladung des Fürsten franz sieht er sich die Neuen Anlagen im Wörlitzer Gärten an. Vom Schiff aus zeigt der Fürst den Gästen die neu entstandenen Gebäude und den Stein. Der Vulkanologe Goethe ist so beeindruckt, dass er ihn zeichnet. In der Villa Hammilton und beim Betrachten der neu eingetroffenen Antiken im Schloss Wörlitz werden Erinnerungen an seine Italien-Reise wach. Die Glasmalereien im Gotischen Haus inspirieren ihn seine Sammlungen ebenfalls um diese farbenprächtigen Kunstwerke zu. erweitern.

Siebenter Aufenthalt vom 2.-6.Januar 1797
Eine geplante Reise nach Berlin wird wegen Hoftrauer um den verstorbenen Prinzen Ludwig von Preußen kurzerhand nach Dessau umgeplant. Schon in Delitzsch wird er von Erbprinz Friedrich erwartet. In Dessau ist Goethe Gast des Prinzen Hans-Georg in dessen Stadtpalais. Er besucht das neue Kupferstecherinstitut, die Chalkographische Gesellschaft und zeigt sich interessiert an der neuen Art, Kunst zu vervielfältigen. Er besucht im Theater die Aufführung zweier Komödien und zeigt sich von der neuen Muldebrücke und den beiden Brückenhäusern beeindruckt. Er besucht Freunde und einen weitläufigen Verwandten. Auf eigenen Wusch zeigt ihm der Graf von Waldersee Schloss und Park Luisium. Hier bewundert er das Gemälde „Amor und Psyche" von Angelika Kaufmann, an die er sich als seine „beste Bekanntschaft in Rom" erinnert.

Goethe war beeindruckt vom Lebenswerk des Fürsten Franz und hat ihn mehrfach in seinen Werken erwähnt.



Johann Wolfgang von Goethe: Der Stein in den Wörlitzer Anlagen, Bleistift, Tusche laviert, 1778


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